Bildungsgang Realschule

1. Bildungswege der Realschule
2. Bilingualer Unterricht
3. Neuerungen in der Ausbildungsordnung (AO-SI)




Bildungswege der Realschule

Der Bildungsweg der Realschule ist überschaubar. Die breitgestreute Stundentafel mit den verschiedenen Lernbereichen (Fächern) bietet die Gewähr für die Entfaltung möglichst verschiedenartiger, aber dennoch gleichwertiger Begabungsrichtungen. Eine umfassende Grundbildung ist in jedem Fall gewährleistet.



Stundentafel
Pflichtunterricht in den Klassen 5/6 27 - 30 Std.
Pflichtunterricht in den Klassen 7/8 29 - 31 Std.
Pflichtunterricht in den Klassen 9/10 30 - 32 Std.



Bilingualer Unterricht

Ab dem Schuljahr 2001/2002 richtet die Gertrud-Bäumer-Realschule einen bilingualen Zweig Englisch ein. "Bilingualer Unterricht ist ... Unterricht in zwei Sprachen, in dem über den traditionellen Fremdsprachenunterricht hinaus auch Teile des Fachunterrichts in der Fremdsprache erteilt werden."

1.  Schüler des bilingualen Zweiges haben in den Jahrgangsstufen 5 und 6 einen erweiterten Englischunterricht, d.h. die Wochenstundenzahl erhöht sich um 2 Wochenstunden gegenüber der Stundentafel. "Durch den erweiterten Fremdsprachenunterricht werden die Schülerinnen und Schüler auf den in der Jahrgangsstufe 7 einsetzenden bilingualen Sachfachunterricht vorbereitet."

2.  Mit der Jahrgangsstufe 7 beginnt der bilinguale Sachfachunterricht. Vorgesehen sind Erdkunde (ab Klasse 7), Geschichte (ab Klasse 8), evtl. auch Politik. In diesen Fächern wird der Unterricht in zunehmendem Maße in englischer Sprache geführt. "Um den langsameren Lernfortschritt, der sich aus anfänglich noch geringen Sprachkenntnissen ergibt, auszugleichen, wird die Wochenstundenzahl des neu einsetzenden Sachfachs um eine Wochenstunde erhöht."

3.  Die Aufnahme in den bilingualen Zweig geschieht auf Antrag der Eltern nach Beratung durch die Schule. Voraussetzungen für die Aufnahme in diesen Zweig sind
a) überdurchschnittliche (d.h. sehr gute bis gute) Sprachleistungsnoten in der Grundschule,
b) die Bereitschaft der Schüler, erhöhten zeitlichen Anforderungen zu genügen (schließlich werden in Klasse 5 und 6 bereits zwei Wochenstunden mehr erteilt ),
c) die Bereitschaft der Schüler, erhöhten Anforderungen an die Merkfähigkeit gerecht zu werden.
Die Gertrud-Bäumer-Realschule entscheidet über die Aufnahme in den bilingualen Zweig. Ein Rechtsanspruch der Eltern besteht nicht.

4.  In Ausnahmefällen ist der Wechsel vom bilingualen Zweig zur Normalform der Realschule möglich.

5.  Die Teilnahme am bilingualen Zweig wird auf dem Zeugnis vermerkt.

Interessierte Eltern erhalten in der Gertrud-Bäumer-Realschule weitere Informationen zu diesem Thema
a) durch einen Informationsabend zum Thema "Bilingualer Unterricht an der GBS",
b) am Tag der offenen Tür in einem speziellen Info-Raum.


Anmeldung und Einzelberatung
Die Voranmeldung zum bilingualen Zweig findet zu speziellen Terminen (siehe "Termine") an unserer Schule statt. Dann stehen auch Kolleginnen und Kollegen sowie Mitglieder der Schulleitung zur Einzelberatung bereit. Zu diesem Termin sollte das Zeugnis sowie die Empfehlung der Grundschule vorliegen.

Wichtig!
Auf dem Formular "Anmeldung zu einer weiterführenden Schule", das im Februar in den Grundschulen verteilt wird, sollte in der Rubrik "Besondere Gründe für den Besuch einer weiterführenden Schule" das Interesse am Besuch des bilingualen Zweiges eingetragen werden.

Die obigen Zitate wurden der Broschüre "Zweisprachiger Unterricht Bilinguale Angebote in Nordrhein-Westfalen" entnommen. Herausgeber: Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 10/1998



Neuerungen in der Ausbildungsordnung (AO-SI)

Seit Beginn des Schuljahres 1999/2000 gilt für die Schüler/innen der Klassen 5-10 an der Realschule eine neue Ausbildungsordnung für die Sek. I. Im Folgenden möchten wir Sie über die wichtigen Änderungen informieren.

Die Verweildauer in der gesamten Sek.I beträgt 6 Jahre. Sie kann um höchstens zwei Jahre überschritten werden. Das bedeutet, dass in der Realschulzeit nur zwei Wiederholungen erlaubt sind.

Die Verweildauer in der Erprobungsstufe beträgt höchstens 3 Jahre. Die Klasse 5 kann auf Wunsch der Eltern einmal wiederholt werden. Über eine mögliche Wiederholung der Klasse 6 entscheidet die Klassenkonferenz. Die Klasse 6 kann nur wiederholt werden, wenn die Höchstverweildauer in der Erprobungsstufe noch nicht überschritten ist und auf Grund der Leistungsfähgkeit erwartet werden kann, dass die Versetzung in die Stufe 7 im Wiederholungsjahr erreicht werden kann. Schüler/innen, die nicht für die Realschule geeignet sind, wechseln am Ende der Erprobungsstufe in die Klasse 7 der Hauptschule.

Ein Schulformwechsel zur Hauptschule ist auf Antrag der Eltern nur noch bis zum Beginn der Klasse 9 -später nicht mehr- möglich. Die Schüler/innen wechseln nur dann in die nächst höhere Klasse der Hauptschule, wenn sie deren Versetzungsbestimmungen erfüllen. Lediglich die Leistungen in Französisch bleiben dann unberücksichtigt.

Die Förderung der deutschen Sprache ist fortan Aufgabe aller Fächer. Schlechte sprachliche Leistungen können sich im begrenzten Umfang negativ auf die Noten anderer Unterrichtsfächer (z.B. Geschichte, Erdkunde,...) auswirken. Die Ausnahmeregelungen für anerkannte Legastheniker bleiben davon unberührt.

In den Klassen 9 und 10 wird die Schule Sie über die erreichbaren Abschlüsse informieren. Diese Information wird voraussichtlich in den ersten Klassenpflegschaftssitzungen des jeweiligen Schuljahres, aber auch schon in der Informationsveranstaltung vor den Differenzierungswahlen am Ende der Klasse 7 geschehen.

In der Klasse 7 beginnt der Wahlpflichtunterricht mit der zweiten Fremdsprache Französisch. Ab Klasse 8 können die Schüler/innen an unserer Schule statt der zweiten Fremdsprache den naturwissenschaftlich technischen (Klassenarbeitsfach Informatik, Physik, Biologie oder Chemie), oder den sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt wählen. Ab Klasse 9 kommt noch eine 2-stündige sogenannte Wahlpflichtarbeitsgemeinschaft hinzu (Sportangebote, Hauswirtschaft, Textilgestaltung, u.v.a.m.).

Die Versetzungsbestimmungen wurden insgesamt verschärft. Kurze allgemeingültige Aussagen lassen sich hier nur schwer treffen. Zu vieles hängt von den speziellen Einzelfällen ab. Die Versetzung wird generell dann ausgesprochen, wenn in allen Fächern mindestens ausreichende Leistungen erbracht werden. Ist nur ein Nebenfach mangelhaft, ist die Versetzung ebenfalls erreicht. Schon eine mangelhafte Note in einem Hauptfach führt zur Nichtversetzung, wenn sie nicht durch eine mindestens befriedigende Leistung in einem anderen Hauptfach ausgeglichen wird.

Eine Nachprüfung kann in einem einzigen Fach absolviert werden, wenn durch die Verbesserung der Note von mangelhaft auf ausreichend die Versetzungsbestimmungen erfüllt werden.

Die neue Ausbildungsordnung gilt für alle Schüler/innen der Sekundarstufe I.